China eine besondere Reise


So das ist kein Betrag von Lisa, sondern von mir, Patricia... tja wie kommt dieser Betrag zu stande ?! Also Lisa und ich kennen uns schon lange. Als als sie mich gefragt habe ob ich einen Betrag für ihren Blog machen kann, habe ich nicht lange gezögert und mich sofort an die Arbeit gemacht!... und wie man sehen kann ist er fertig geworden...  viel Spaß beim Lesen!!!



Mitte des Jahres 2014: Abi in der Tasche im September geht’s weiter mit dem Studium. Dazwischen soll wenigstens noch etwas Zeit sein die Welt zu entdecken. Also macht man sich schlau und findet auf der Seite eines großen Jugendreiseveranstalters eine Reise nach : China !
Kurz noch die nötigen Impfungen erledigt und schnell gebucht so sollte es dann Ende Juli losgehen ins Reich der Mitte.

Nach insgesamt 15 Stunden Flug mit Zwischenstopp in Peking stand ich nun am Flughafen von Shanghai, erschlagen von der schwül-warmen Luft und den ersten Eindrücken dieser riesigen Stadt (24mio Einwohner !!).

Dort ging es auch zunächst zur Uferpromenade, dem „Bund“wo die - aus Energiespargründen nur bis 22 Uhr beleuchtete- Skyline bewundert werden konnte, sowohl nachts als auch tagsüber sehr beeindruckend ! 
 Skyline Shanghai


Diese Skyline bekam ich am nächsten Tag auch noch einmal aus 492m Höhe vom Shanghai Financial Tower aus zu sehen , ein lohnenswerter Blick !
Doch wie ist diese riesige Stadt sonst noch so ? Nicht gerade an den Touristenmagneten ?
Ja es gibt auch viele kleine Straßen wo die Menschen in einfachsten Verhältnissen leben-doch : jedes Haus hat eine-dringend benötigte- Klimaanlage, trotz teils sehr abenteuerlicher Stromleitungen.


Für ( Nord-) Europäer eher ungewöhnlich: das meiste Leben findet auf der Straße statt, dort wird gekocht und gegessen; auch noch weit nach Mitternacht, gewerkelt, gespielt und sogar die Wäsche getrocknet. Auf den Straßen Shanghais ist immer etwas los !

Sehr zu empfehlen ist auch das Kneipenviertel – Xintiandi, wo es viele kleine Bars und Restaurants gibt; sowie auch der People's Park, ein großer Park im Zentrum Shanghais der sogar einen kleinen Vergnügunspark beherbergt.
 Xintiandi


Nach 3 Tagen in Shanghai mit den ersten unglaublich vielen Eindrücken von Tempeln, Gärten und der Stadt ging es dann auch weiter mit dem Nachtzug ins beschaulichere Dengfeng, dem Entstehungsort des Kung- Fu. Dort war vor allem ein Shaolin Kloster zu bewundern und am nächsten Tag konnte ich mich sogar einmal selbst im Kung Fu versuchen, was eine sehr lustige Angelegenheit war !
 Eingang zum Shaolin Kloster

Gleichzeitig kam meine Reisegruppe hier besonders stark mit einer zunächst sehr befremdlichen Verhaltensweise der Chinesen in Kontakt : Eine Gruppe junger Europäer ist ein begehrtes Fotomotiv ! Nicht nur im ländlichen Dengfeng, auch in den großen Städten Shanghai und Peking und an größeren Touristenattraktionen wie etwa der chinesischenMauer bilden sich schon einmal kleinere Menschentrauben um die 'Langnasen' um möglichst viele vor die Linse zu bekommen. Fast kam man sich vor wie ein Promi dem die Paparazzis an den Fersen kleben.
Ansonsten sind die Chinesen aber immer sehr hilfsbereit und zuvorkommend, auch wenn die Verständigung (meist eine Mischung aus Chinesisch, Englisch, Händen und Füßen) nicht immer so einfach war.
Bezahlen im Restaurant ist auch noch so eine Sache : Dies tut dort immer einer für die ganze Gruppe was dann letztendlich dazu führte dass jeder aus unserer Gruppe seinen zu zahlenden Betrag in die Mitte des Tisches legte, je nachdem noch Rückgeld nahm und dann einer aus der Gruppe mit diesem Haufen an Scheinen die Rechnung bezahlte. Auch sehr ungewohnt da das Geld dort im Vergleich zum Euro weniger wert ist und ein Essen für 14 Leute schonmal 600 Yuan kostete (ca. 60 €) :D Man sieht also dass Essen in China sehr günstig sein kann, einmal hatte ich eine Nudelsuppe und Getränk für ca. 3 Euro!
Doch es gab noch viel mehr zu sehen: Unter anderem die Longmen Grotten, UNESCO Weltkulturerbe und ein System aus tausenden kleiner Grotten in denen Buddas für Verwandte aufgestellt wurden, die berühmte Terrakotta Armee in Xian, einer ebenfalls sehr interessanten Stadt – dort lohnt sich ein Besuch der kleineren Viertel und auch eine Rischka-Fahrt ist bei dem Angebot dort sehr gut möglich !



Straßenszene in Xian


Am 8. Tag meiner Reise ging es dann von Xian mit dem Hochgeschwindigkeitszug in 5 Stunden nach Peking. Dort gibt es tatsächlich den berüchtigten Smog der in der Luft hängt und gleich am ersten Abend in Form eines heftigen Gewitters auf mich niederregnete.
Von Peking aus wurde dann 'das Highlight' – ein Teil der chinesischen Mauer – besucht. Bei 37°C und gefühlt 90%iger Luftfeuchtigkeit war der Aufstieg zur eigentlichen Mauer über kaum ein Ende nehmende Treppen eine Tortur, die dann aber mit einem fantastischen Blick- wenn auch durch den Smog getrübt- auf dieses unglaubliche Bauwerk entlohnt wurde. Ein Spaziergang auf der Mauer ist gar nicht so einfach wie man denkt, denn dort lauern Gefahren in Form von unterschiedlich hohen und breiten Treppen, bei denen manchmal fast eine Kletterausrüstung angebracht wäre, zusätzlich noch erschwert durch eine teilweise extrem schiefe Mauer, die in ihrem Neigungswinkel garantiert dem schiefen Turm von Pisa Konkurrenz machen kann ! 


Große Mauer
 
 
Doch es gibt auch noch andere definitiv Sehenswerte Orte um Peking herum, wozu garantiert der Sommerpalast zählt, den der Kaiser Quianlong seiner Mutter zum 60. Geburtstag schenkte,eine riesige Gartenanlage mit vielen kleinen Pagoden und einem großen See auf dem man wunderbar Tretboot fahren kann !

Noch etwas zum Essen in China: da stimmen bei weitem nicht die ganzen Horrorgeschichten von denen man so hört. Ich habe weder Heuschrecken noch Maden zu Essen gesehen, was natürlich nicht unbedingt heißt dass es das nicht gibt.
Aber außer Hühnerfüßen- die die Chinesen anscheinend sehr gerne verspeisen und dies sogar zum Frühstück - und so genannter tausendjähriger Eier, die zwar nicht tausend Jahre aber doch schon einige Zeit alt sind, habe ich nicht sehr viel ekliges an Essen gesehen. An den tausendjährigen Eiern haben sich sogar einige getraut und es war wohl nicht so schlimm ! Obwohl sich immer mal wieder die Frage stellte: Kann man das wirklich essen und wenn ja was ist das ? konnte man gut in China leben, wenn es auch viel Fleisch gab in verschiedensten Saucen, dazu aber immer auch Reis und Gemüse. Und zur Not waren auch bekannte Fast-Food Ketten in Reichweite, die ab und zu den europäischen Hunger stillen konnten ;)

Noch ein letztes Wort zu den sanitären Anlagen: In unserer Gruppe machte sich schnell der Begriff der 'Harmonie' breit nachdem uns eine chinesische Reiseleiterin sagte 'Harmoniehalle' sei die deutsche Übersetzung dieser Anlagen (ich weiß bis heute nicht ob wir sie nicht vielleicht auch missverstanden haben :D )aber leider trifft der Begriff nicht wirklich zu . Zumindest die öffentlichen Anlagen waren meist nicht sehr harmonisch, sondern vor allem ungewohnt da es oft keinen normalen Toilettensitz gab sondern vielmehr eine Art Schüssel im Boden.
Vor allem für die Damen weniger angenehm aber was tut man nicht alles für kulturelle Bildung ;)
Aber keine Angst: In den Hotels gab es absolut keine Probleme und man merkte kaum einen Unterschied zwischen diesen und europäischen Mittelklassehotels !



So kann ich abschließend nur sagen: China ist absolut eine Reise wert und ich hoffe sehr irgendwann noch einmal in dieses riesige Land zu kommen !











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